• Hl. Dreifaltigkeit

    mit St.Maria Rosenkranz

Anordnungen und Handlungsempfehlungen des Generalvikars (Stand: 19.03.2020)

0) Allgemeine Hinweise

a) Für die konkrete Einschätzung und die durchzuführenden Maßnahmen im Umgang mit dem Coronavirus sind in diesem Kontext die jeweiligen Landkreise und kommunalen Behörden zuständig (https://tools.rki.de/PLZTool/). Jede Führungskraft hat daher die Verpflichtung, sich laufend auf den jeweiligen Informationsplattformen über die Auflagen und Anordnungen zu informieren und den konkreten Anordnungen Folge zu leisten. Über diese konkreten Entscheidungen wird der Generalvikar umgehend informiert.

b) Der Krankheitsverlauf nach einer Infektion verläuft offenbar in der Mehrheit mild und ist daher oftmals nur schwer zu erkennen. Besonders in diesen Tagen gilt daher, dass Mitarbeitende, die die Symptome eines grippalen Infekts zeigen (z.B. Husten, Schnupfen, Fieber, etc.) bis zur Genesung zu Hause bleiben bzw. nach Hause geschickt werden. Für Personen, die sich innerhalb der letzten vierzehn Tage in Risikogebieten aufgehalten haben, gelten in diesem Zusammenhang besondere Regelungen (s.u.). 

c) An dieser Stelle wird auf die allgemeinen Hygiene- und Vorsichtsempfehlungen des Robert-Koch-Instituts hingewiesen. Jede Führungskraft hat die Aufgabe, allen Mitarbeitenden diese Informationen zur Verfügung zu stellen.

1) Grundsätzlicher Auftrag – Seelsorge und Solidarität

In diesen Zeiten müssen wir unseren grundsätzlichen kirchlichen Auftrag erfüllen: Trost und Hoffnung spenden, das Wort Gottes verkündigen. Dieser Auftrag lässt sich aufgrund der schon bestehenden Maßnahmen und Anordnungen zurzeit in den uns bekannten Formen nicht verwirklichen. 

 

Ich bitte Sie daher vor Ort zu überlegen, wie eine seelsorgerliche Erreichbarkeit unter Einhaltung der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts bei Ihnen in den Pfarrgemeinden und Einrichtungen gewährleistet werden kann. So können Sie zum Beispiel eine zentral erreichbare Telefonnummer einrichten, die für bestimmte Stunden auf die jeweiligen Seelsorger*innen umgeschaltet wird.

Vor allem mit Blick auf den Corona-Virus bitte ich Sie gleichzeitig, sich selbst zu schützen und vermeidbare Infektionen auszuschließen. Informieren Sie sich bitte bei einem persönlichen Gespräch im Vorfeld über die gesundheitliche Situation Ihres Gesprächspartners bzw. ob er sich in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten hat oder selbst Kontakt zu einer schon infizierten Person gehabt hat.

Die Seelsorger*innen in der kategorialen Seelsorge bitte ich, die Hinweise der jeweiligen Einrichtungen sehr ernst zu nehmen und soweit es möglich ist, von zu Hause telefonisch erreichbar zu sein. Vor allem in diesen Einrichtungen (z.B. Krankenhaus, Gefängnisse, Dienststellen der Polizei und Feuerwehr) wäre das Auftreten von COVID-19 fatal.

2) Gottesdienste und weitere Veranstaltungen

Das Land Niedersachsen hat per Erlass Zusammenkünfte in Kirchen und Gemeindezentren untersagt. Auch Ansammlungen im Freien von Gruppen über 10 Personen sind verboten. 

Im selben Erlass sind alle Ansammlungen von mehr als 10 Personen im Freien verboten worden.

a) Daher sind alle Gottesdienste und alle anderen Veranstaltungen sind bis zum Widerruf vollständig auszusetzen. Der Bischof erteilt den Gläubigen aufgrund der Situation für diese Zeit eine Dispens von der Sonntagspflicht.

b) Firmungen und Feiern der Erstkommunion bis zu den Sommerferien müssen verschoben werden.

c) Vor diesem Hintergrund wird empfohlen, dass die Trauerfeier ausschließlich auf dem Friedhof im kleinsten Familienkreis stattfindet. Dabei sind der Ablauf und die Liturgie entsprechend zu kürzen und anzupassen.

d) Es wird für die ganze Diözese die Empfehlung ausgesprochen, alle Veranstaltungen, die jetzt nicht stattfinden müssen, zu verschieben oder abzusagen. Für diözesane Veranstaltungen bedeutet dies konkret, dass die Chrisammesse am 8. April 2020 abgesagt wird. Der Synodale Tag am 2. Mai 2020 und die Aktion „Schmieden für den Frieden“ am 10. Mai 2020 werden verschoben.

e) Analog zu den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts wird darum gebeten, dass alle Sitzungen – soweit dies technisch möglich ist – telefonisch oder auf anderen digitalen Plattformen abzuhalten.

f) Angeordnete Fortbildungen werden abgesagt. 

3) Umgang mit möglicherweise infizierten Mitarbeitenden

a) Im aktuellen Zusammenhang wird an dieser Stelle an das Verantwortungsgefühl jeder einzelnen Person appelliert, Orte und Gebiete auch in der Freizeit und im Urlaub zu meiden, an denen das Infektionsrisiko ausweislich erhöht ist.  

b) Grundsätzlich gelten die Vorschriften und Handlungshinweise der jeweiligen Gesundheitsämter. Im Besonderen mache ich auf die Allgemeine Verfügungen des niedersächsischen Gesundheitsministeriums aufmerksam, diesen ist unbedingt Folge zu leisten.

c) Mitarbeitende, die sich in Risikogebieten aufgehalten haben, und innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen nach Rückkehr an den Arbeitsplatz unspezifische Symptome zeigen, sind vom direkten Dienstvorgesetzten sofort nach Hause zu schicken. Das jeweilige Gesundheitsamt und der Generalvikar sind über diese Maßnahme umgehend zu informieren.

d) Mitarbeitende, die sich in Risikogebieten aufgehalten haben, und innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen nach Rückkehr an den Arbeitsplatz spezifische Symptome zeigen, sind sofort in einen dafür vorbereitenden Quarantäneraum zu bringen. In einem nächsten Schritt ist das Gesundheitsamt zu informieren und die Anweisungen der dortigen Mitarbeitenden abzuwarten. 

4) Dienstreisen

a) Dienstreisen und Dienstfahrten sind bis auf Widerruf untersagt. b) Ausnahmen sind mit dem direkten Dienstvorgesetzten zu klären. In dem Klärungsverfahren sind die Aspekte zu prüfen, ob diese Dienstreise tatsächlich dringend geboten ist, ob das Risiko einer Infektion erheblich ist (Zusammensetzung der Teilnehmenden/Art der Zusammenkunft) und ob eine mögliche Rückverfolgung von potentiell infizierten Personen gelingt. c) Alle zugelassenen Dienstfahrten sind, soweit dies möglich ist, mit einem Dienstfahrzeug durchzuführen.

5) Publikumsverkehr

Hiermit ordne ich an, dass das Bischöfliche Generalvikariat Hildesheim mit seinen Außenstellen, alle weiteren Verwaltungseinrichtungen (z.B. Rendanturen, Pfarrbüros), alle diözesanen Tagungshäuser, alle unselbstständigen Einrichtungen (z.B.: ka.punkt, KIZH), alle Beratungsstellen der Ehe-Familien- und Lebensberatung, das Dommuseum, die Dombibliothek und das Bistumsarchiv für den Publikumsverkehr zu schließen sind. 

Ausnahmen sind nur im Einzelfall in Rücksprache mit den jeweiligen Dienstvorgesetzten und bei Einhaltung der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts möglich und zu dokumentieren.

Bei weitergehenden Fragen bzw. Rückmeldungen können Sie gerne den persönlichen Referenten des Generalvikars, Stephan Garhammer, ansprechen.

6) Arbeitszeitregelung für die Zeit vom 23.03.2020 bis 03.04.2020

a) Die Arbeitszeit wird auf 60% der vertraglichen Arbeitszeit reduziert. Diese Reduktion soll dazu dienen, die Zahl der gleichzeitig in einer Einrichtung bzw. Dienststelle Anwesenden zu reduzieren. Dafür sind pro (Haupt-) Abteilung bzw. Einrichtung oder Dienststelle zwei Gruppen von Mitarbeitenden zu bilden. Gruppe A arbeitet am Montag, Mittwoch und Freitag der ersten Woche sowie am Dienstag und Donnerstag der zweiten Woche, Gruppe B an den übrigen Tagen. Die Gruppen sind nach Möglichkeit so zu bilden, dass in größeren, normalerweise mit mehreren Personen belegten Büros nur 1 oder maximal 2 Personen arbeiten.

b) Nach einer Entscheidung des direkten Dienstvorgesetzten ist es zusätzlich möglich, im HomeOffice zu arbeiten, wenn sich die konkrete Tätigkeit dazu eignet und eine Erreichbarkeit gewährleistet ist. Dazu ist der/dem Vorgesetzten eine Telefonnummer mitzuteilen. Vor der Aufnahme einer solchen Tätigkeit soll zwischen der/dem Mitarbeitenden und dem/der Dienstvorgesetzten abgestimmt werden, welche Aufgaben und Projekte bearbeitet werden sollen.

c) Die Kürzung der Arbeitszeit erfolgt zunächst unter Fortzahlung des Entgelts, es gibt also für den benannten Zeitraum keine Entgeltkürzungen.

 

d) Die Regelung gilt für alle Mitarbeitenden im Dienst des Bistums.

e) Für die konkrete Umsetzung sind die Haupt- und Stabsabteilungsleiter*innen im BGV und die Leitungen der Einrichtungen zuständig und verantwortlich. 

 

f) Für Mitarbeitende, die von der Schließung der Schulen und der Kindertagesstätten betroffen sind, gilt analog §11 (8) und §30 AVO. Diese Mitarbeiter sind bis zu sechs Tagen von ihrem Dienst befreit. (siehe §30 (2f) AVO) Sollten die Kinder über sechs Jahre alt sein, kann dennoch in dieser Zeit die Zeitschuld bis zum dreifachen Betrag der wöchentlich zu leistenden Stunden betragen. Bitte sprechen Sie mit Ihrer/Ihrem Dienstvorgesetzten über diese Möglichkeit und inwiefern auch in einer solchen Situation HomeOffice möglich ist bzw. gemacht werden kann (siehe §11 (8) AVO). 

g) Soweit dies möglich ist gilt für alle, dass Überstunden abzubauen sind und der Resturlaub in dieser Zeit unter Beibehaltung des üblichen Verfahrensweges ebenfalls genommen werden soll.

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