• Hl. Dreifaltigkeit

    mit St.Maria Rosenkranz


 

 

 

 

Die Geschichte wird weitergehen – das Leben geht weiter. Es hört nicht mit Karfreitag auf. Nicht im liturgischen Kalender – und nicht in meinem Leben. Karfreitag und Ostern gehören zusammen. ...Denn wenn ich das Dunkel des Karfreitags hinwegnehme, wird Ostern ein bisschen weniger leuchten.“ (Andrea Schwarz)

 

 

 

 

Liebe Schwestern und Brüder!

Sie erhalten diesen Brief persönlich oder über die Homepage unserer Pfarrgemeinde.

Mit diesen Zeilen grüße ich Sie unmittelbar vor den Kar- und Ostertagen, die wir in diesem Jahr ganz anders begehen müssen, als wir es gewohnt sind. Seit Wochen ist unser privates, öffentliches und religiöses Leben bestimmt durch die Corona-Pandemie, die fast die gesamte Welt lahm legt. Sorgen und Nöte, aber auch Hilfsbereitschaft und Anteilnahme bestimmen diese Zeit. Bilder und Berichte von Menschen, die sich um Corona-Kranke, Sterbende und Tote kümmern, prägen unsere Berichterstattung seit Wochen. Aber auch Berichte von Menschen, die die Krankheit überstanden haben. Wir alle haben diese vor Augen. Wir spüren, wie wir uns nach Leben, nach positiven Nachrichten, nach Öffnung und Neubeginn sehnen. Leid und Hoffnung, Kummer und Trost, Sterben und Auferstehen sind nicht nur die Themen der letzten Wochen. Beide Aspekte drückt das Bild aus, das ich Ihnen als österlichen Gruß schicke: es zeigt ein schemenhaftes Kreuz, das durch zwei Holzelemente gebildet wird und in der Mitte eine gelbe Blume als Zeichen des Lebens. So unterschiedlich diese Holzelemente in ihrer Struktur sind, so unterschiedlich sind unsere je eigenen Kreuze, die wir tragen und die sich in unserem Leben, nicht nur jetzt, abzeichnen. Das Kreuz lässt sich nicht ausradieren, es bleibt. Aber es hat – nicht nur in diesem Bild – nicht das endgültige Sagen. Es hat seine Macht verloren. Das durch das Kreuz hindurch leuchtende Gelb der Blume, die für mich Zeichen des Lebens ist, ist stärker als der Tod.

Diese Sehnsucht lebt in uns allen und nach dieser Perspektive sehnen wir uns alle – gerade in diesen Zeiten. Die das Leben einschränkende und vernichtende Pandemie hat nicht das letzte Wort – sondern das Leben und der Neubeginn. Das Geheimnis und gleichzeitig die Wirklichkeit der Kar- und Ostertage, in denen wir uns an die Seite Jesu stellen und er an unsere, waren seit Jahrzehnten wahrscheinlich nie so greifbar und existentiell wie jetzt. Begleiten wir einander in diesen Tagen weiterhin im Gebet – anders als bisher, aber vielleicht intensiver!

So sende ich Ihnen diesen österlichen Gruß auch im Namen von Kaplan Björn Schulze und Gemeindereferentin Bärbel Smarsli.


Ihr Pfarrer Christoph Lindner

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.